Über Nacht von Frankfurt 1 gefühlt ohne Zeitverschiebung in die Hauptstadt Namibias fliegen. Hinlegen, aufwachen und los geht’s. Was Ihnen Ihr Reiseleiter gleich nach der Landung auf einer Stadtrundfahrt durch Windhoek 2 zeigt, ist das Erbe einer längst vergangenen Zeit: die Christuskirche, die es zum Wahrzeichen Namibias gebracht hat, der Tintenpalast mit den Parlamentsgärten und das verblichene Glanzstück natürlich, der historische Bahnhof. Außer sehenswerten Steinen gibt’s auch bemerkenswerte Menschen, weshalb Sie die Frauen von Penduka kennenlernen müssen. Mit der Herstellung von Gebrauchsartikeln im Design ihrer Tradition haben sie sich einen Weg aus der Abhängigkeit gebahnt. Nun fehlt für den Anfang nur noch der Erstkontakt mit der Natur. Bitte sehr, auf der Gästefarm The Elegant Farmstead am Swakop-Fluss empfängt Sie botanische Ruhe, die sich schon bald als Ruhe vor dem Sturm der Gefühle erweisen soll.
Herrscher am Wasserloch (© Arno Becker / Chamäleon)
Otjiwarongo, was in der Sprache der Herero »schöner Platz der fetten Rinder« bedeutet, und Outjo, von den Himba etwas bescheidener als »kleiner Hügel« tituliert, liegen in etwa auf der Ideallinie zum Etosha-Nationalpark 3. An den blumigen Namen erkennen Sie, dass wir bereits durch das Kulturgebiet jahrhundertealter Volksstämme fahren, und wenn wir im Etosha Village unsere Komfortbungalows erreicht haben, ist auch das Anderson-Tor des Parks nur noch einen Speerwurf weit entfernt. Zeit für den Gefühlssturm. Die offene Vegetation im Etosha-Nationalpark 4 ist ideal für Jagdsafaris mit der Kamera. An den Wasserlöchern ist die Hölle los, wenn Elefanten, Giraffen, Löwen, Leoparden, dicke Elands und kleine Damara-Dikdiks, Impalas, Gnus und Zebras den Vorrat für einen langen, heißen Tag trinken. Auf Ihren Durst ist der Barpavillon im Garten des Etosha Village perfekt vorbereitet, und das Open-Air-Restaurant gibt ein exzellentes Abendessen dazu.
Carsten beim Herero-Workshop Nähen für Anfänger (© Katrin Giebe / Chamäleon)
Eigentlich sollte unsere Reise heute schon zu Ende sein, denn Opuwo 5 hat in der Sprache der Himba eine ultimative Bedeutung: »bis hierher und nicht weiter«. Sie sollten es eigentlich wissen, denn Opuwo ist seit vielen Hundert Jahren das Zentrum der Himba-Kultur und in jüngerer Zeit der Ausgangspunkt zu den Epupa-Fällen des Kunene. Der Name Epupa 6 beschreibt in seinem Ursprung Klang und Schaum von fallendem Wasser. Da vergewissern wir uns bei einem Spaziergang doch lieber selbst, wie viele Gemeinsamkeiten die fantasievolle Bezeichnung mit unseren Vorstellungen von einem Wasserfall hat. So viel sei verraten: viel, immerhin stürzt sich der Kunene geräuschvoll 40 Meter in die Tiefe, um dann weiterzuplätschern, als sei nichts gewesen.
Schönheit - Himbamädchen (© Frank Bühler / Chamäleon)
Man könnte leicht durcheinanderkommen, wenn der örtliche Guide in Herero von den Himba 7 erzählt, die zur Sprachfamilie der Bantu gehören. Unser Reiseleiter hilft, und so erfahren Sie Unglaubliches über Kultur, Lebensweise, überlieferte Traditionen und den Dresscode des Nomadenstammes. Ein Blick in das Schulleben gehört auch dazu, und so viel sei jetzt schon verraten: Eine Werkrealschule ist es nicht. Szenenwechsel. Unser Weg in den Süden des Landes könnte eine ausgedehnte Safari werden, denn wo zu Hause Verkehrsschilder und Ampeln das Sagen haben, stehen hier gelegentlich Elefanten, Antilopen oder Zebras im Staub der Straße und regeln mehr oder weniger effektiv den Verkehr. Trotzdem erreichen wir so rechtzeitig den prachtvollen Pool der Damara Mopane Lodge 8, dass es zum Aufweichen und Aufblühen für das romantische Dinner im offenen Gartenrestaurant reicht.
Buschleute in Grashoek (© Kai-Uwe Küchler, Art & Adventure / Chamäleon)
Die Damara gelten zusammen mit den San als die Ureinwohner Afrikas. Aber was besagt schon Zeit? Die Baumstämme im »versteinerten Wald« liegen schon seit 200 Millionen Jahren tatenlos rum. Die Welwitschia mirabilis überlegt sich nach 1.500 Jahren, dass sie doch noch mal blühen könnte. Da nimmt sich das Historic Living Village der Damara 9 vergleichsweise topaktuell aus, obwohl sich dort die Lebensweise seit rund 20.000 Jahren kaum geändert hat. Es wird immer noch mit selbstpräparierten Pfeilen gejagt, die Werkzeuge werden immer noch vorsintflutlich geschmiedet, und ihre Medizin sammeln sie wie eh und je aus den Gaben der Natur. Zu so viel lebendiger Vergangenheit gehören noch ein paar Bilder, etwa 2.500 an der Zahl, zigtausend Jahre lang gemalt, geritzt, gekratzt, von Wüstenlack überzogen und mittlerweile Weltkulturerbe: die Felszeichnungen von Twyfelfontein. Mit einem Besuch im Grashüttendorf der San schließen wir unseren Ausflug in die Menschheitsgeschichte ab. Dann folgen wir dem Lockruf des Atlantiks nach Swakopmund 10.
Swakopmund am Abend (© Peter Wiegand / Chamäleon)
Das elegante Sea Breeze Guesthouse liegt nahe am Atlantik von Swakopmund 11. Eine begrüßenswerte Kombination für einen selbstbestimmten Tag in der »deutschesten« Stadt Namibias. Immer der Nase nach zum Amtsgericht von 1908, zur Seebrücke, zur Rheinischen Missionskirche, dem Pfarrhaus, Hohenzollernhaus, zum alten Gefängnis und auf dem Rückweg noch ein Bier vom Fass. Nach deutschem Reinheitsgebot, versteht sich. Für Snacks mit Sekt und ein Küsschen von der Robbe empfehlen wir die optionale Katamaranfahrt durch das Lagunenparadies der Walvis Bay. Rechts das Meer, links die Dünen, verlassen wir dieses Abenteuer und nehmen den Weg zurück durch ein Meer aus rotem Sand zu den extra für Chamäleon gebauten Rundalows der We Kebi Safari Lodge am Namib-Naukluft-Park 12. Im Architekturstil der San, mit Garten, Sonnenterrassen und Pool, dauert es nicht lange, bis Ihnen ein Rock Shandy serviert wird. Und wenn Sie einfach sitzenbleiben, bis die letzten Sonnenstrahlen die Bergmassive von Nubib und Tsaris anzünden, wird es bei einem Rock Shandy nicht bleiben.
Abgestorbene Bäume im Dead Vlei (© Harry Laub / Chamäleon)
Wir wissen, Sie warten darauf: Sossusvlei 13, schon immer ein Wunder und nun auch UNESCO-Weltnaturerbe. Kaum dass die Sonne aufgegangen ist, sind wir bereits da. Die einzigartige Lichtstimmung am frühen Morgen wirkt wie ein Zugpferd und begleitet uns durch eine außerirdische Dünenlandschaft entlang 500 Jahre alter abgestorbener Akazien im Dead Vlei zum Dünenkamm und weiter, bis Sie oben sind. Ein 350 Meter hoher Sandhaufen, das ist der Gipfel. Für einen Gipfel der Genüsse wird noch einmal Ihre We Kebi Safari Lodge sorgen. Der Küchenchef hat’s versprochen, und wir sind sicher, für das rosarot geröstete Freilandsteak zum regionalen Bio-Gemüse hat er das Springböckchen schon im Visier.
Morgendlicher Wüstenausflug (© Annette Vasel / Chamäleon)
Die unfassbaren Bilder aus Licht und Schatten werden Sie noch lange begleiten, während wir in Rehoboth den genetischen Wurzeln der Baster nachspüren und durch die Auasberge via Windhoek die Onjala Lodge 14 15 ansteuern. Am Nachmittag sind die Liegestühle am Pool gerichtet, das ZenSations Spa mit Wasserfall hat geöffnet, und eines der weltbesten Teleskope erwartet Sie zu einem Himmelsabenteuer, um der funkelnden afrikanischen Milchstraße Adieu zu sagen. Dann folgt auch Ihr Abschied vom Zauber Namibias. Von Windhoek nach Hause 16. Wieder ohne Zeitverschiebung, bis auf die Emotionen aus Millionen Jahren.
Himba - 16 Tage Wunderwelten-Reise
96,4 100 41
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