Egal wo Sie in Deutschland starten, nach einem Zwischenstopp in Madrid landen Sie im ewigen Frühling. Die Hauptstadt San José 1 2 auf tausend Metern ü.d.M. ist ideal für Ihre Akklimatisierung im Reich der tropischen Regenwälder. Und damit ist nicht nur Ihr Kreislauf gemeint, sondern vor allem Ihre Augen, die sich in den kommenden Tagen an Farben gewöhnen müssen, die sie in dieser Intensität noch nicht gesehen haben. Allen voran Grün in gefühlten hunderttausend Varianten. Betrachten Sie Ihre Posada Canal Grande unter diesem Gesichtspunkt als Trainingslager mit einem herrlichen Rundumblick in das grüne Tal. Und wenn Sie schon dabei sind, sich einen ersten Eindruck zu verschaffen, dann geht das nirgendwo besser als im Nationalmuseum zur Geschichte Costa Ricas und in einem der kleinen Restaurants bei regionaltypischen Gerichten und Hexengeschichten.
Basilica in Cartago (© Britta Jedzik / Chamäleon)
Ein Höhepunkt kommt in der Regel zum Schluss. Aber diese Reise hat nur Höhepunkte, weshalb der höchste Vulkan schon heute auf dem Programm steht. Unser Gipfelsturm auf den Irazú 3 führt uns bis an den Kraterrand, wo zu einem schwindelerregenden Blick in das Höllentor der Gedanke gehört, dass er jeden Moment wieder loslegen könnte. Herzklopfen? Da kommt die berühmte Basilica de Nuestra Señora de Los Ángeles gerade recht, wo der Schwarzen Madonna Heilkräfte zugesprochen werden. Einen ähnlichen Effekt soll unsere Lodge haben, die in einem atemberaubenden Paradies mit der größten Vielfalt endemischer Pflanzenarten steht.
Der heilige Vogel Quetzal (© Stefan Lippe / Chamäleon)
Wer zu Zeiten der Azteken einen Quetzal tötete, wurde mit dem Tode bestraft. Er, dessen prachtvolle Schwanzfedern den Priestern als Kopfschmuck dienten, gilt auch heute noch als Göttervogel. Und weil man Götter relativ selten zu sehen bekommt, ist auch der Quetzal eine Rarität. Nicht für uns. Im Savegre-Tal 4 sitzt der traumhaft bunte Piepmatz in den Bäumen, man muss nur genau hinsehen. Lohn der angestrengten Suche ist eine costa-ricanische Spezialität, die sich nicht zu verstecken braucht: fette Forellen aus den Teichen der Finca von Jorge Serrano und als Beilage ein grandioser Blick über die Cordillera de Talamanca. Wenn der Schmaus gegessen ist, sollten die Gräten in Richtung Süden zeigen, dort liegt im Pazifischen Tiefland das Casa Roland Marina Resort.
Strand am Golfo Dulce (© Heike Schröder / Chamäleon)
Eskortiert von Delphinen, gleiten wir durch die andächtige Welt des malerischen Meerbusens. Grün scheint im Golfo Dulce 5 die einzig zulässige Farbe zu sein, dafür in unendlich vielen Tönen. Hören Sie es aus allen Richtungen fiepen, zwitschern und trällern? Das sind die Untermieter, die man niemals zu Gesicht, aber umso deutlicher zu hören bekommt. Wo, wenn nicht hier, ist der beste Platz für ein Picknick? Je länger, je lieber.
Wanderung durch den Regenwald (© Luisa Ceron / Chamäleon)
Wo das knallbunte Froschbündel Oophaga granulifera hockt, da ist der Kelch einer Bromelie. Wo die Bromelie wie Unkraut wächst, da ist der Regenwald. Wo der Regenwald geschützt und mit vereinten Kräften intakt gehalten wird, da sind wir. Im Piedras-Blancas-Nationalpark 6 werden Sie das Gefühl nicht los, zum ersten Mal auf dieser Welt zu sein. Fühlen ist das eine, aber wissen, welche regulierende Funktion der Regenwald für das Weltklima hat, ist noch viel spannender. Die Forscher der Tropenstation geben uns einen beeindruckenden Tatsachenbericht. Eine Tatsache ist auch, dass Trinkwasser, Elektrizität und ein einziges öffentliches Telefon schon als Fortschritt gelten können: Oh wie schön ist das Landleben in La Gamba. Gefolgt von einem ebenso schönen Bad im Naturpool. Wir wünschen schöne Stunden in Gesellschaft von Affen, Agutis, Nasenbären und sonstigen Kollegen der über 200 Säugetier- und Amphibienarten im Park.
Begegnung mit einem Faultier (© Martina Koch / Chamäleon)
Traumstrand und Urwald ist eine sensationelle Mischung. Im Manuel-Antonio-Nationalpark 7 8 haben Sie einen Tag lang Zeit für diesen exotischen Genuss. Nasenbären, Leguane und Faultiere lassen sich auch von Wanderern nicht aus der Ruhe bringen. Zur Nachahmung sehr empfohlen, denn vom Urwald sind es nur ein paar Schritte an den Stillen Ozean, wo kein Liegestuhl besetzt ist, weil man sich hier einfach in den warmen weißen Sand fallen lässt. Einmal auf den Geschmack gekommen, zeigt sich, wie vorteilhaft die Lebensphilosophie der Faultiere ist. Die wundervollen Strände verführen zu verträumten Spaziergängen zwischen lauwarmen Brandungslagunen und dicht bewaldeten Felseninseln. Dazwischen leuchtet einladend das pazifische Türkis für einen Abstecher in die Fluten. Und wenn Sie denken, nun seien Sie lange genug Faultier gewesen, sind es nur wenige Schritte zum Aktivurlaub: Surfen, Kajak fahren, schnorcheln, segeln oder ein Besuch bei Flipper – bis zum sensationellen Sonnenuntergang ist noch viel Zeit.
Wahnsinn oder Leichtsinn (© Marlies Schöne / Chamäleon)
Wasser ist Leben. Und wenn es dafür noch eines Beweises bedurfte, hier ist er, in den Mangrovenwäldern des Río Tárcoles 9. Massenweise Wasservögel unbekannter Provenienz. Reiher, Ibisse, Wasserhühner, Kapuzineräffchen, Leguane, Kaimane usw. dümpeln, hängen und schaukeln im Wirrwarr des Ökosystems herum. Wir schleichen uns mit dem Boot an und tun so als wenn wir dazugehörten. Nur bei den Krokodilen, die gefräßig auf den Sandbänken herumlungern, belassen wir es bei einem freundlichen, allerdings unbeantworteten Kopfnicken. Je mehr man sieht, desto größer wird der Wunsch nach mehr. Sollen Sie haben. Am späten Nachmittag erreichen wir in den Bergen von Monteverde die Arco Iris Lodge, Start- und Endpunkt einer geheimnisvollen Wanderung ins Reich der nachtaktiven Tiere.
Passionsblume (© Chamäleon)
Steigerbar oder nicht, das ist hier die Frage. Und das Nebelwaldreservat Monteverde 10 liefert die Antwort: eindeutig ja. Über Hängebrücken »fliegen« wir durch die Baumkronen des Nebelwaldes und entdecken, was Menschen normalerweise verborgen bleibt. Etwas Mut brauchen Sie für die optionale Variante, mit der Sie tarzanmäßig durch den Blätterwald rauschen. Zwischen dem unverschämten Grün unglaubliche Farbtupfer: Tukane, Kolibris, Baumsteigerfrösche, Trogone und handtellergroße Edelfalter wie der leuchtend blaue Morpho.
Vulkan Arenal (© Rene Sieber / Chamäleon)
Der Kaffee ist fertig. Oma Bello hat ihn gekocht und zelebriert ihn für uns mit traditionellen Spezialitäten auf der Veranda der Kaffeeplantage. Hier wurde der Fair-Trade-Kaffee geboren, heute in dritter Generation und immer noch in liebevoller Handarbeit. Schmeckt wie eine Belohnung. Und jetzt bitte umdrehen. Was sehen Sie da? Señor Arenal 11 12, einer der aktivsten Vulkane der Welt, hält derzeit Siesta, aber lassen Sie sich nicht täuschen: Kleine Rauchsäulen verraten, dass er lediglich durchatmet, um Kraft für seine nächste Show zu sammeln. Von Ihrem Logenplatz im Garten des Hotels Arenal Manoa haben Sie ein Auge auf ihn.
Traditionen der Maleku (© Andreas Lindner / Chamäleon)
Die Maleku sind eine indigene Minderheit, die in ihrem kleinen Dorf längst vergessene Traditionen und eine eigene Sprache pflegt. Die Chamäleon Stiftung unterstützt den Erhalt ihrer Kultur und die Maleku bedanken sich auf ihre Weise: Sie servieren uns auf dem traditionellen Versammlungsplatz ein Mittagessen auf Bananenblättern, und wir erfahren dabei alles über das Leben, die Bräuche und Feste in ihrer selbstgewählten Abgeschiedenheit.
Don Juan im Kräutergarten (© Britta Jedzik / Chamäleon)
Wie bekämpft man Schädlinge biologisch? Wie entsteht Zuckerrohrsaft? Wie werden in der Zigarrenmanufaktur von Don Tuto aus Tabakblättern fette Stumpen? All diese lebensnahen Fragen des costa-ricanischen Alltags werden wir in San Ramón 13 noch klären. Dann verabschiedet sich Ihr Reiseleiter, bevor Sie Ihr Haupt zur Ruhe betten. Für ein paar Stunden gehört San José 14 noch Ihnen, dann wird es Zeit für den Rückflug via Madrid nach Deutschland 15, erfüllt von der Gewissheit, dass Sie nicht geträumt haben. Es war alles wahr.
Monteverde - 15 Tage Wunderwelten-Reise
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