Auch nicht selbstverständlich: Von Frankfurt mit einem Direktflug ins grüne Herz von Costa Rica. Aber nicht ganz nach unten, denn San José 1 liegt etwa tausend erfrischende Meter über dem Meeresspiegel. Womit auch gleich erklärt ist, warum Sie sich im tropischen Garten des Hotels El Rodeo Country Inn auf Anhieb so wohlfühlen. Costa Rica ist gesegnet. Mit einem unerschöpflichen Tier- und Pflanzenreichtum, mit undurchdringlichen Urwäldern aus den ersten Tagen des Alten Testaments, mit einer rauschhaften Farbenpracht und mit Vulkanen, die munter dampfen und spucken.
Kolibri in Monteverde (© ivkuzmin, iStockphoto.com / Chamäleon)
Die tausend Höhenmeter, die uns bis zur Ankunft am karibischen Meeresspiegel noch fehlen, werden die grünste Sinkfahrt sein, an die Sie sich erinnern können. Sie führt durch die dampfenden Bergwälder des Braulio-Carrillo-Nationalparks nach Puerto Limón und wieder hinauf ins Auge des Paradieses. Rechts die Talamanca-Berge, links der UNESCO Welterbe-Nationalpark La Amistad und dazwischen – nur von denen auszumachen, die sich im Dschungel zurechtfinden – die Selva Bananito Lodge 2 im gleichnamigen Naturreservat. Ein Vorzeigeprojekt an Nachhaltigkeit, ein Herzschrittmacher für Naturliebhaber, mit dem Regenwald als Privatgarten und allem, was darin kreucht und fleucht. Aber kreuchen ist nicht Pflicht. Niemand wird Sie verklagen, wenn Sie sich für die Hängematte entscheiden.
Wandern in den Talamanca-Bergen (© Tobias Hauser, Amadeus Travel Agency / Chamäleon)
Wie versorgt man sich im Regenwald, außer mit Regen? Wie schafft man den geringsten CO2-Ausstoß? Wie bewahrt man ein Stück Schöpfungsgeschichte vor den Einflüssen der Moderne und bietet seinen Gästen dennoch eine unvergessliche Zeit der Verwöhnung? Sie werden es erfahren bzw. erlaufen und optional auch erreiten über die Weiden der Selva Bananito Lodge 3 durch eine unberührte Landschaft mit gigantischen, jahrhundertealten Bäumen. Dann könnte die Hängematte noch einmal zu Ehren kommen, aber erst müssen Sie noch ein endemisches Bäumchen pflanzen, um Ihre Spuren im Paradies zu hinterlassen. Der Name Selva Bananito Lodge kommt ja nicht von ungefähr, und Sie ahnen es wahrscheinlich schon. Bananen sind der Exportschlager Costa Ricas. Auf der Weiterfahrt reiht sich eine Plantage an die nächste, und es wird klar, warum die halbe Welt Chiquita futtert. Grün werden sie auf die Reise geschickt und reifen unterwegs, damit sie makellos goldgelb im Einkaufskorb liegen.
Kakaofrucht (© Britta Jedzik / Chamäleon)
Dem Namen nach ist es der »Platz, an den die Schildkröten kommen«, aber heute kommen wir. Aber nicht, um Eier abzulegen, sondern allenfalls uns selbst, wofür der Tortuguero-Nationalpark 4 5 ausgesucht kuschelige Plätze bereithält. Autos sind im Paradies nicht vorgesehen, der Seeweg garantiert ein ungestörtes Stückchen Karibikstrand, wo ein veritabler Zoo der verrücktesten Artgenossen das Hausrecht ausübt. Kapuzineräffchen, Brüllaffen, Spitzkrokodile, Sumpfschildkröten, Pfeilgiftfrösche und unzählige Vogelarten beobachten unsere Bootsfahrt durch den dichten Regenwald. Faultiere auch, wobei nicht näher unterschieden wird, wer gemeint ist. Immerhin sind der Pool und das professionelle Spa unserer Aninga Lodge dazu angetan, die Rollen zu tauschen.
Der Vulkan Arenal (© Hans Jürgen Lindner / Chamäleon)
Ein eigener Blattschneider-Ameisenstaat samt Königin wurde eigens dazu geschaffen, das durchorganisierte Sozialsystem der Gattung Atta colombica zu demonstrieren. Faszinierend, wie Schneiderinnen, Soldaten, Kindermädchen und Nestputzerinnen in diesem Mikrokosmos agieren und ein einzelner Mensch versucht, diesen wilden Haufen zusammenzuhalten. Heute sind wir dabei. Wo in La Fortuna das Glück einen Stammplatz hat, sind die Liegestühle so ausgerichtet, dass Sie den Vulkankrater des Arenal 6 7 fest im Blick haben. Er schläft und gelegentlich schnarcht er ein bisschen, aber das könnte Ihnen im sedierenden Garten des Hotels Arenal Manoa auch passieren. Wir wollen ja nicht stören, aber ein Besuch bei Don Juan, der uns auf der Finca Educativa Ecológica die biologische Schädlingsbekämpfung mit Kräutern zeigt, kann sehr nützlich sein. Probieren Sie mal so ein Pestizidwunder auf natürlicher Basis, ist vollkommen gefahrlos, ja sogar lecker, und schon machen die Stechmücken beim Weiterschlafen einen großen Bogen um Sie.
Wasserfall im Tenorio-Nationalpark (© Martina Koch / Chamäleon)
La Fortuna hat nur ein paar Hundert Einwohner, die Ihnen gemäß dem costa-ricanischen Lebensmotto „Pura Vida" alle einen wunderschönen Tag wünschen möchten. Gönnen Sie sich dieses kleine Bad in der freundlichen Menge, bevor wir ein versunkenes Juwel ansteuern, den von vier vulkanischen Gipfeln geschaffenen Tenorio-Nationalpark 8 9. So ein Feuerberg ist von Kopf bis Fuß ein Faszinosum. Heute ist der Fuß dran. Eingewaschene Mineralien des Tenorio machen den Río Celeste zu einer Rhapsody in blue, die angrenzenden Felsen leuchten rot, türkisfarbene Nebenarme stürzen über grün bemooste Klippen, und im Wald fauchen die Fumarolen im Chor mit blubbernden Schlammlöchern das Lied der Hexenküche. So geht das schon Jahrtausende und hört nicht auf, solange die Wasserfälle des Río Celeste Nachschub liefern. Zu Hause sagt man Waschküche dazu. Hier heißt es Nebelwald, und Sie müssen zugeben: Das klingt doch um Klassen märchenhafter. Aber warten Sie ab, bis Sie richtig tief drinstecken. Das Abenteuerchen heute ist nur ein kleiner Vorgeschmack.
Der Kaffeeautomat (© Marlies Schöne / Chamäleon)
Der Boden unter Ihnen bewegt sich? Ganz klar, der Urwald wächst. Was unter diesen Idealbedingungen kaum verwundert, aber zu der Frage führt: Wie sieht das in 20, 30 oder gar 40 Metern Höhe aus? Sehen Sie doch einfach nach, auf Hängebrücken durch Baumkronen, Auge in Auge mit einer Tierwelt, die im Verborgenen lebt. Tukane, Kolibris, Kapuzineräffchen, der heilige Quetzal, handtellergroße Schmetterlinge: Je mehr Sie sehen, desto mehr möchten Sie über die Geheimnisse des Nebelwaldes wissen, und im mystischen Naturreservat Monteverde 10 werden Sie das alles noch aus erster Hand erfahren. Einschließlich einer spannenden Einweisung, wie die Fledermäuse unfallfrei durch diesen Dschungel düsen. Ohne Navi, oder doch mit?
Palmen am Strand (© Mathias Conze, Macopi / Chamäleon)
Der Kaffee ist fertig. Oma Bello zelebriert ihn für uns mit traditionellen Spezialitäten auf der Veranda der familiären Kaffeeplantage. Bio-Kaffee ist ihre Leidenschaft, in dritter Generation und ganz ohne Chemie, versteht sich, denn schon Urgroßvater Bello kannte alle Kräuter, die als natürliche Feinde von Schädlingen den gleichen Dienst tun. Man käme an die Pazifikküste auch über Schleichwege, aber einmal im Leben muss es die berühmte Panamericana von Feuerland nach Alaska gewesen sein. Wir begnügen uns mit dem Stück bis Puntarenas und wechseln auf die Fähre in den Golf von Nicoya. Das Hotel Tango Mar auf der Halbinsel Nicoya 11 liegt traumhaft am Strand, da ist Meeresrauschen inbegriffen, selbst wenn Sie in seinem Tropengarten putten üben oder die Eiswürfel in Ihrem Cocktail schaukeln.
Kapuzineraffe (© Mathias Conze, Macopi / Chamäleon)
Karibik und faul sind Begriffe, die zeitlosen Urlaubsgenuss versprechen. Und Sie haben ihn sich verdient. Sollen doch mal die anderen rennen, um Sie im »tropischen Himmel auf Erden« auf der Halbinsel Nicoya 12 zu verwöhnen. Am Pool, an der Cocktailbar, dem Golfplatz oder unter den Palmen des Tango Mar. Vielleicht finden Sie jemanden, der Sie aus dem Liegestuhl für ein paar Centimos die zehn Schritte zum Meer trägt.
Tänzerin (© Fritz Fucik, Amadeus Travel Agency / Chamäleon)
Wollen Sie ins Paradies? Klein, aber fein, abseits der Massen, wo Grün in allen Schattierungen auf herrliche Strände trifft, dort ist es sicherlich nicht weit. Im Curú-Naturreservat 13 können wir ein faszinierendes Schauspiel live erleben: Alltag bei niedlichen Kapuzineräffchen, angeberischen Brüllaffen, stolzen Hirschen, verschlafenen Waschbären, wachsamen Kojoten und rund 220 twitternden Vogelarten. Nach so viel Action erholen wir uns am besten bei einem Bad im kühlen, äh warmen Blau. Oder doch eher Türkis?
Nationaltheater in San José (© Wolfgang Spelitz, Amadeus Travel Agency / Chamäleon)
Nach Strand und tropischem Trockenwald geht es zurück nach San José 14 15. Das Nationaltheater, der Zentralmarkt, das Goldmuseum, das Jademuseum: So viel zu sehen, und wenn Sie heute nicht alles schaffen, morgen ist auch noch ein Tag. Dann bringen wir Sie zum Flieger, und wie Sie gekommen sind, geht es nach Hause: auf direktem Weg durch die Nacht zurück nach Deutschland 16. Hasta la vista, Baby.
Tenorio - 16 Tage Wunderwelten-Reise
97,2 100 18
CHF